Tuesday, January 4, 2011

Best of Blogs - 01/11

Eifrigen LeserInnen wird es nicht entgangen sein: Es gab schon ewig keine LinkSammlung mehr. Grund dafür ist in erster Linie eine hinter mir liegende Orientierungsphase.

Es gibt inhaltlich einige Probleme z.B. ist es schwierig, eigene Serien neben Bildern zu posten, die man gerne gemacht hätte, aber nicht gemacht hat. Es geht um die Durchmischung eigener recht schwacher, weil alter oder zumindest einfallsloser weil uninspirierter Serien mit dem Besten was das Internet so zu bieten hat. Da kann ich im Moment eigentlich nur verlieren.

Jetzt ist es so, dass ich diesen blog ursrünglich mit der Intention geführt habe, meine eigenen Arbeiten zu präsentieren. Das ist zwar von der Idee her nett gewesen, und es gab ja auch einige highlights, aber dennoch hat das nicht gereicht, um mich so zu motivieren, dauernd rauszugehen und gute Arbeiten zu erstellen.
Die Latte hängt einfach schon viel zu hoch. Es ist auch unglaublich zeitaufwendig, Bücher zu besprechen und dann vielleicht noch Extrakte zu liefern, Ausstellungen zu besprechen (v.a. weil in den kommenden zwei Jahren, jetzt wo eyes on vorbei ist, wieder tote Hose sein wird) etc... Jedenfalls zu zeitaufwendig, um das einfach in die Luft hinein zu schießen.

Kurz, ich werde meinen eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht. Es ist also bald wieder an der Zeit, an eigenen Projekten zu arbeiten. Irgendwann muss ich das ÖsterreicherInnen Buch erstellen, und ja, in Wirklichkeit muss ich einen Weg finden, um für eigene Projekte(rln) soviel Geld zu bekommen, dass ich nicht verhungere, bzw. nach der Heimkehr mit einem riesigen Loch in der Kassa dastehe. Equipmenttechnisch gäbe es da auch so einiges nachzubessern, die Hassi gibt auch schon wieder den Geist auf, passt eh zeitlich, denn der Scanner war nur geborgt etc.etc.

Selbstmitleid ist aber sicher kein Weg zur Besserung. Deshalb:

PHOTOGRAPHERS




Kurz bevor die UNICEF Bilder des Jahres gekürt wurden, habe ich mich in Ed Kashis Seite und seinen blog verliebt. Das werdet ihr auch.

Barack Obamas Haus und Hof Fotograf Pete Souza hat einen Flickr Stream Hasst es noch jemand, viele Bilder auf Flickr anzusehen? Mühsam oder?

Ich freu mich immer, wenn ich einen fotografen aus Südamerika finde. Irgendwie sind sie bei uns nicht besonders präsent. Dabei schätze ich aber Bilder von dort, weil sie nicht so exotisch sind wie die aus Afrika oder Asien. Karla Gachet steht dem vice in einigen Bildern nahe; sonst kann man sich auch das Fiestas Projekt ansehen. Und im Laufe des Jänners werde ich meine Südamerika Reise noch mal aufarbeiten.

Schöne feminine Fotografie macht Alex Lindus. Selten dass ich etwas bei toomuchchocolate find das nicht aussieht wie alles andere. Oder war das notcommonpeople?

Weil ich vor Kurzem in Kapfenberg (!) in der World Press Ausstellung war muss ich auf Marco Vernaschi verlinken. Seine Serie hat mich tief beeindruckt, ich mein wer embedded sich schon mit Afrikanischen Drogengangs?

Etwas gemütlicher und konzeptueller geht es der Anzenbergerist Andrej Bako an. Ich finde seine Serie Sunday Wishes super, aber vieles andere kann sich hier auch sehen lassen.

Und wenn wir schon beim Konzeptuellen sind: Setphen Gill ist gut darin. Für seine Arbeit Outsinde In sammelt er Kleinzeug von der Strasse und lässt es auf dem Negativ Abdrücke hinterlassen. Originell, Straßenfotografie mal anders.

Ganz was anderes macht Marco Grob zB CoverShots fürs Time Magazin. Und vieles andere. Eyecandyalarm.

Zum Abschluss gibts noch magischen Realismus vom jungen Maxwell Snow Schön, wenn man mit 22 für die NYT arbeitet.

Na seawas, das waren heut aber Kraut und Rüben.

READ



Also first thing first:

Ich glaub die Schacki het letztens auf den Volltext von Susan Sontags On Photography verwiesen. Ich würd soweit gehen zu sagen: wer das nicht gelesen hat ist kein ernstzunehmender Fotograf. Basic Reading.

Nick Turpin reflektiert wieder mal über die Street Photography und kommt, ja auf was eigentlich? Natürlich, Peer Reviews sind wichtig, unter geschätzten Kollegen. Ein gutes Bild sagt er, ist das, das seinen Freunden gefällt. Ja, da hat er schon recht.

Auf PDN gibt es eine Liste Besten Posts des Jahres, und zwar nicht nur von PDN sondern auch von anderen blogs. Find ich interessant, was die Leute bewegt. Hinschauen, viele gute links dort.

Erik Kessels spricht mit Jörg Colberg über Fotbücher ,insb. Vernacular Photography hat es ihm angetan. Da kann man Colbergs Best of 2010 gleich dazuhängen. Schön, eines dieser Bücher war gestern in der Post, als Review Exemplar.

Alles was man immer schon über Self Promotion wissen wollte, oder auch nicht, findet man bei Noplasticsleeves. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das für einen kleinen Markt wie Österreich von Relevanz ist, aber dennoch.

Für alle die daran interessiert sind, wie Preise für prints zustande kommen: das Zahlenspiel wird am BJP ein wenig erklärt.

Ein Freund von mir, der mal ein paar Tage auf meiner Couch übernachtet hat, ist Matt Aikins. Mittlerweile schreibt er für HARPERS über Afghanistan. Ein tolles Interview gibt er hier, und vieles was er sagt ist für junge Fotografen, die was reissen möchten ebenso relevant.

Hat wenig mit Fotografie zu tun, aber viel mit urbanen Seinsweisen: Stuff White People Like. Amüsant.

SERIES



Trent Parks Minute to Midnight bei Magnum in Motion, über das Australische Outback. Schön.

Zweimal hab ich in letzter Zeit etwas über "Kanun" gehört - ein uraltes Rechtssystem das in Albanien nach wie vor Faktizität und Geltung hat. Zuerst eine Fotostory des Italienischen Fotografen Simone Cerio und die Gewinnerin des Balkan Fellowships Majlinda Aliu erwähnt den Code auch. Sehr interessant.

"Überraschende Bilder" zeigt diese Fotostrecke des Time Magazins. Fand ich gut.

Die Bilder aus Russland von Emil Gataullin sind zwar ein wenig kitschig, aber das macht nichts.

Michael Ackermann, auch bei agence VU, ist auch im Osten unterwegs. Bedrückend, rohe b/w Fotografie.

Öl in Nigeria kommt cniht zuletzt dank Wikileaks in das Sichtfeld der Öffentlichkeit. Christin Lutz hat unter obigem Link eine Serie im Netz, und ein Buch im Laden.

Zum Abschluss gibts noch die Die Flickr Group Hardcore Street Photography. Sehr gut kuratiert, da ist wirklich jeder shot sehenswert.

also dann,

lgfr.

PS: Meine Site hat einen kleinen facelift erfahren. Hope you like it.

4 comments:

AlexM January 4, 2011 at 1:09 PM  

ad Marco Vernaschi:
Wer bezahlt schon den Eltern eines toten Kindes 70 USD damit die Leiche wieder ausgegraben wird damit er das "Begräbnis" fotografieren kann ?

http://www.adevelopingstory.org/2010/pulitzer-center-crisis-in-ethics

fr. January 4, 2011 at 1:13 PM  

achso, aus diesem Zusammenhang kannte ich den Namen... das war nicht nur hart sondern jenseitig. ich kann mir aber vorstellen, dass dem viel egal ist (sein muss). danke für die richtigrückung...

alek January 6, 2011 at 8:42 AM  

hey - thank you

fr. January 10, 2011 at 9:26 AM  

you're welcome Alek.

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